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Personalsuche mit persönlichem Touch

Ricardo Tannus, ein Geschäftskunde von Monese, erzählt, wie Join Barrieren zwischen Unternehmen und potenziellen Mitarbeitern überwindet

von Sophie am 15 Oktober 2019
Personalsuche mit persönlichem Touch

Seitdem Kunden seit gut einem Jahr auch ein Business-Konto mit Monese eröffnen können, haben sich die Anmeldezahlen vervielfacht. Eine schnelle Kontoeröffnung, kostenlose Inlandsüberweisungen, günstige Auslandsüberweisungen, ein angeschlossenes Privatkonto und eine kostenlose Debitkarte mit Kontaktlos-Funktion für in Großbritannien ansässige Unternehmen sind nur einige der Gründe, warum sich das Geschäftskonto von Monese hervorragend für Unternehmer eignet, die auf ein flexibles und zeitsparendes Kontomodell nicht verzichten und alles mobil regeln wollen.

In unserer Business-Blog-Reihe, die wir ausschließlich unseren Geschäftskunden widmen, sprechen wir über ihre Erfahrungen, Herausforderungen und Visionen bei ihrer Unternehmensgründung und -führung: Was bedeutet es, ein eigenes Unternehmen zu gründen? Was waren die größten Herausforderungen, mit denen sie konfrontiert wurden? Wie kann Business-Banking ihr Wachstum fördern oder hemmen? Die Bandbreiter der Unternehmer, die unser Geschäftskonto nutzen, ist groß – umso mehr können wir aus ihren Erfolgen und Misserfolgen bei der Unternehmensgründung lernen.


Wir stellen vor: Join

Ricardo Tannus ist CEO von Join. Das Unternehmen verfolgt einen völlig neuen Ansatz bei der Personalsuche, denn es lädt Jobsuchende zum Blind Dinner mit potenziellen Arbeitgebern ein. Keine der beiden Seiten weiß im Voraus, mit wem das Abendessen stattfindet wird. Seit der Gründung seines Unternehmens sind drei Jahre vergangen, und Ricardo weiß einiges über die Herausforderungen eines Startups zu berichten – und auch darüber, was es heißt, die Barrieren auf beiden Seiten des Einstellungsprozesses zu abzubauen.

Join begann als soziales Experiment während Ricardos Masterstudium an der London Business School im Jahr 2017. Der Idee war einfach: Er wollte Menschen mit einem gemeinsamen Nenner, die aber sonst nicht aufeinandertreffen würden, bei einem Abendessen zusammenbringen und die Gelegenheit geben, sich kennenzulernen. Ausschlaggebend war die die „blinde“ Begegnung, bei der die Teilnehmer zunächst nichts übereinander wissen. „Nur so lassen sich vorgefertigte Meinungen über die anderen Personen am Tisch vermeiden.“

Verkauft wird das gleiche, aber neu verpackt wird es völlig anders aufgefasst. Das ändert den Preispunkt, den Use Case und die Bereitsschaft, etwas Neues auszuprobieren.

Ricardo wusste, dass er die ambitionierten Studenten der London Business School am besten zur Teilnahme motivieren kann, indem er das Dinner als Gelegenheit zum „Netzwerken“ statt als soziale Veranstaltung verkaufte. Er beschreibt eine seiner ersten und wichtigsten Lektionen als Unternehmer wie folgt: „Verkauft wird das gleiche, aber neu verpackt wird es völlig anders aufgefasst. Das ändert den Preispunkt, den Use Case und die Bereitsschaft, etwas Neues auszuprobieren.“ Auf einmal betrachteten die Studenten die Veranstaltung als unternehmerische Chance und nicht mehr als Aktion gegen „Einsamkeit“, so Ricardo. Sie strömten in Scharen an die Tische.

Mit der Zeit kristallisierten sich zwei Gruppen heraus – Arbeitgeber und Arbeitssuchende. Das brachte Ricardo dazu, die Abendessen gänzlich neu zu strukturieren. Inzwischen lädt Join jeweils fünf Bewerber und einen Arbeitgeber zum Abendessen in ein Londoner Restaurant ein. Das Unternehmen wird von nicht von einer Personalabteilung, sondern von einem Mitglied des einstellenden Teams repräsentiert. Genau das sei der Schlüssel zum Erfolg der Dinner, so Ricardo. Er erklärt, dass das Team auf Arbeitgeberseite deshalb so engagierter sei, weil es stärker in den Einstellungsprozess involviert sei. Gleichzeitig erhielten die Bewerber einen besseren Einblick in die Aufgabenbereiche der Abteilung.

Ein typisches Join-Dinner, bei dem sich Arbeitgeber und Bewerber kennenlernen können

Ricardo erklärt die Methodik seiner Vorgehensweise so: „Jedes Unternehmen hat eine sogenannte EVP: Employer Value Proposition, auch Arbeitgebermarke oder Alleinstellungsmerkmal aus Sicht der Mitarbeiter. Firmen mit positiver EVP haben keinerlei Probleme, gute Mitarbeiter zu finden. Sie erhalten in der Regel mehr Bewerbungen, als Stellen vorhanden sind. Firmen mit negativer EVP oder unbekanntem Branding fällt es schwerer, Talente anzulocken.“ Join möchte dieses Ungleichgewicht ändern. So können große, beliebte Unternehmen den Bewerbungsprozess verkürzen und qualifzierte Bewerber gleich persönlich treffen. Bewerber hingegen können potenzielle Arbeitgeber kennenlernen, die sie sonst vielleicht gar nicht in Betracht gezogen hätten. Damit baut Join Barrieren zwischen Unternehmen und Bewerbern ab, und bietet beiden Seiten eine Kontaktmöglichkeit, die anders vielleicht nie zustande gekommen wäre.

Dabei wird für sie deutlich, dass das Konzept auch für die einstellenden Personen angenehmer ist, weil sie stärker einbezogen werden.

Bei der Frage nach seiner größten Herausforderung muss Ricardo lachen: „Meine größte Herausforderung?“ Weil das Konzept von Join so neu gewesen sei, erklärt er, habe die größte Hürde darin bestanden, Unternehmen dazu zu bringen, Kompromisse einzugehen: „Ich bin gelernter IT-Ingenieur, Kompromisse sind für uns normal. Flash-Laufwerke sind besser als herkömmliche Festplatten, weil sie Daten schneller lesen, aber dafür sind sie kurzlebiger. Einer der Kompromisse bei Join ist, dass das Dinner zwar zwei Stunden dauert, der Arbeitergeber dafür aber fünf Bewerber trifft. Im Endeffekt spart ein Gespräch mit fünf vorselektierten Bewerbern Zeit. Die Bewerber überspringen häufig mehrere Schritte im Bewerbungsprozess, was macht das Einstellungsverfahren deutlich kürzer macht, und die Bewerber bleiben am Ball.“ Ricardos Lösung ist simpel, er bietet Unternehmen einen Testlauf: „Dabei wird für sie deutlich, dass das Konzept auch für die einstellenden Personen angenehmer ist, weil sie stärker einbezogen werden.“


Tipps für Gründer

Drei Ratschläge möchte Ricardo anderen Gründern mit auf den Weg geben: „Unbedingt etwas machen, was man gerne macht, alles geben und Geduld haben.“

Unbedingt etwas machen, was man gerne macht, alles geben und Geduld haben.

Join zu gründen, war ein natürlicher Prozess für Ricardo. Ihm liegt etwas daran, Menschen zusammenzubringen. Dabei bringt er seine Stärken ein und greift auf sein Netzwerk zurück. Frustrierend findet er, dass es häufig lange dauern kann, andere mit ins Boot zu holen und sie von neuen Ideen zu überzeugen. Was in schwierigen Momenten jedoch hilft, ist das Wissen, dass mit seiner Hilfe Kontakte entstehen, die sonst nicht entstanden wären: „Das Nebenprodukt dieser menschlichen Verbindung ist ein neuer Job. Ein Nebenprodukt, das sich sehen lassen kann.“


Wie Monese hilft

Als es darum ging, ein Geschäftskonto zu eröffnen, mussten Ricardo und sein Team die gleiche Erfahrung wie viele andere Startups machen.

Wir brauchten eine einfache Lösung, und Monese war im richtigen Moment zur Stelle.

Es war schlichtweg nicht möglich, ein neues Konto schnell zu eröffnen, nicht einmal bei Ricardos Hausbank. Um seine Finanzen zu trennen, eröffnete Ricardo zunächst ein Privatkonto bei Monese, und war dann einer der ersten auf der Warteliste für ein Business-Konto. Er erklärt: „Wir brauchten eine einfache Lösung, und Monese war im richtigen Moment zur Stelle.“

Ricardos Bemühungen, Barrieren zwischen Arbeitgebern und Bewerbern zu beseitigen, trafen bei Monese auf fruchtbaren Boden. Unsere Herausforderung war es immer, mit Hilfe von Innovation, Hürden auf dem Weg zur finanziellen Freiheit zu überwinden. Sein menschlicher Personalansatz ist in der Tat sehr neu, scheint aber an Momentum zu gewinnen. Bewerber finden Stellen bei Unternehmen, die sie vorher nicht in Erwägung gezogen hätten, und haben darüber hinaus noch eine realistische Vorstellung von ihrem neuen Job. Wir werden das Wachstum von Join weiterhin gespannt verfolgen und freuen uns, auch in Zukunft für Ricardo und sein Team da zu sein.

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Sophie Product Marketing Manager
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