Tipps und Tricks

Neue Heimat Lissabon

In dieser neuen Blogreihe verraten wir dir, wie du in den beliebtesten Städten Europas Fuß fassen kannst – angefangen mit der sonnigen Hauptstadt Portugals.

von Melissa am 08 Januar 2020
Neue Heimat Lissabon

Lissabon bietet Sonne satt und einen entspannten Lebensstil. Kein Wunder also, dass immer mehr Menschen Lissabon zu ihrer Wahlheimat machen. Egal, ob du die Stadt schon kennst oder zum ersten Mal dort bist, von den freundlichen Einheimischen, den fangfrischen Meeresspezialitäten und dem großartigen Wetter wird schon jeder einmal gehört haben. Aber bevor du deine Koffer packst, gibt es einiges zu beachten, damit bei deinem Neustart in der portugiesischen Hauptstadt auch alles nach Plan läuft.

Von der Aufenthaltsgenehmigung bis hin zur Kontoeröffnung, unsere Kolleginnen und Kollegen aus dem Monese-Büro in Lissabon (von denen viele selbst aus dem Ausland nach Portugal gekommen sind) verraten ihre Tipps, damit dein Auslandsabenteuer gelingt.


Die Fakten

  • Lissabon ist eine der ältesten Städte der Welt – älter als Paris, London oder Rom.
  • Aber Lissabon war nicht immer Portugals Hauptstadt, davor kamen Guimarães, Coimbra und... Rio de Janeiro!
  • Die Stadt erlebte eines der tödlichsten Erdbeben der Geschichte, das Erdbeben von Lissabon 1755.
  • Portugal befindet sich wie Großbritannien in der westeuropäischen Zeitzone (WEZ).
  • In Lissabon herrscht subtropisches, typisch mediterranes Klima mit einer jährlichen Durchschnittstemperatur von über 20° C!


Lebenshaltungskosten

Vor dem Umzug solltest du dich unbedingt damit vertraut machen, was das Leben in Lissabon kostet. So weißt du, wie viel du vorher sparen und vor Ort einplanen musst. Aber Lissabon gilt aufgrund seiner relativ niedrigen Preise als ideale Stadt für kurze und lange Aufenthalte. Einen Espresso zum Beispiel (in Lissabon Bica genannt) gibt es schon für weniger als 1 Euro, und ein netter Restaurantbesuch für zwei Personen kostet rund 35 Euro. Das ist die Hälfte von dem, was man in London oder Paris bezahlen würde. Nicht vergessen aber darf man, dass das durchschnittliche Einkommen in Lissabon nur 860 Euro beträgt.

Item Durchschnittspreis
Espresso 1 Euro
Kinoticket 7 Euro
14-tägiger Handyvertrag 10 Euro
Nebenkosten (Zweizimmerwohnung) 80 Euro
Monatskarte für die Metro 30 Euro
Restaurantbesuch für zwei Personen 35 Euro
Miete (zentral gelegene Zweizimmerwohnung) 885 Euro

Björn aus Schweden: „Mein Spartipp: Lebensmittel kaufen, die im Angebot sind. Jede Woche gibt es in verschiedenen Supermärkten Aktionen mit bis zu 50 Prozent Rabatt, danach lohnt es sich zu schauen.“


Brauchst du ein Visum?

Als Allererstes solltest du checken, ob du ein Visum brauchst. Portugal ist Mitglied der Europäischen Union (EU) und des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR). EU/EWR-Bürger benötigen für die Einreise daher lediglich ihren Ausweis. Wenn du aber länger als drei Monate bleiben möchtest, brauchst du eine Aufenthaltsgenehmigung.

Außerdem verfügt Portugal über mehrere internationale Abkommen mit Nicht-EU-Ländern wie Australien, Brasilien, Kanada und den USA. Im Rahmen dieser Abkommen dürfen sich Staatsangehörige dieser Länder 90 Tage lang in Portugal aufhalten. Wenn dein Heimatland kein Abkommen mit Portugal hat, ist es wahrscheinlich, dass du dich um eine Aufenthaltsgenehmigung bemühen und dafür die entsprechende Nachweise vorlegen musst, zum Beispiel:

  • eine Studienplatzzusage, wenn du in Lissabon studieren möchtest
  • einen Arbeitsvertrag, wenn du dort arbeiten oder Forschung betreiben willst

Marina aus Brasilien: „Ich bin zuerst mit einem Studentenvisum nach Portugal gekommen. Als ich dann einen Job mit Arbeitsvertrag hatte, konnte ich eine Aufenthaltsgenehmigung beantragen. Der Antrag für dein Visum oder deine Aufenthaltsgenehmigung muss rechtzeitig und mit den erforderlichen Dokumenten bei der portugiesischen Einwanderungsbehörde SEF gestellt werden. Es lohnt sich, rechtzeitig einen Termin bei der SEF zu vereinbaren, denn die Termine sind relativ schnell vergeben."


Hol dir eine NIF

Wenn du in Lissabon leben und arbeiten willst, brauchst du eine sogannte NIF, und das von Anfang an. Ohne diese Steueridentifikationsnummer kannst du nicht legal arbeiten, eine Wohnung mieten, Nebenkosten zahlen oder selbst einen Handyvertrag bekommen. Um die NIF zu beantragen, musst du mit deinem Ausweis und Adressnachweis (aus Portugal oder deinem Heimatland) zum nächstgelegenen Finanças gehen. Wenn du als gebietsfremde steuerpflichtige Person eingestuft wirst oder nicht aus der EU kommst, musst du höchstwahrscheinlich einen steuerlichen Vertreter ernennen, der bei dem Termin dabei sein muss. Sobald du deine NIF hast, giltst du offiziell als Steuerzahler, kannst aber auch alle Leistungen in Anspruch nehmen.

Melissa (unsere Blog-Autorin) aus Kanada: „Mit der NIF kannst du dich, falls du die Anforderungen erfüllst, im Finanças-Onlineportal als nicht gewöhnlicher Einwohner registrieren. Hochqualifizierte ausländische Arbeitskräfte mit diesem Status zahlen zehn Jahre lang nur 20 Prozent Einkommenssteuer! Der Antrag muss bis zum 31. März gestellt werden.“


Wohnungssuche

Lissabon ist für viele eine beliebte Wahlheimat. Angesichts der Massen an Touristen und ausländischen Investoren, kann es aber schwierig sein, sofort eine dauerhafte Unterkunft zu finden. Das gilt nicht nur fürs Zentrum, sondern auch für weniger zentrale Viertel und Vororte. Für die ersten Wochen muss deshalb vielleicht eine vorübergehende Lösung her. So kannst du erst einmal ankommen und dich vor Ort um eine feste Bleibe kümmern. Außerdem ist es grundsätzlich immer besser, eine Wohnung zu besichtigen, bevor du den Mietvertrag unterschreibst.

Viele Makler und private Vermieter vermieten frei nach dem Motto: Wer zuerst kommt, mahlt zu erst. Bei der Suche helfen Websites wie imovirtual, Casa Sapo, Idealista oder BQuarto sowie Facebook-Gruppen. Und immer besser zum Telefon greifen, statt nur eine E-Mail zu schreiben! Vor allem solltest du nicht vergessen, dass auch Betrüger versuchen, vom Boom der Stadt zu profitieren. Wenn ein Angebot also zu gut klingt, um wahr zu sein, lass lieber die Finger davon oder geh zumindest mit einer gesunden Portion Skepsis an die Sache heran.

Mathilde aus Frankreich: „Das Leben in Lissabon ist toll, aber mach dich auf kalte Wohnungen im Winter gefasst. Die meisten Wohnungen in der Stadt haben keine Heizung, und es dauert manchmal etwas, bis sich Neuankömmlinge daran gewöhnt haben. Ich konnte meinen Vermieter zum Glück davon überzeugen, mir eine Klimaanlage bereitzustellen, die auch als Heizung funktioniert. Fragen lohnt sich also!“


Arbeiten in Lissabon

Die Wohnungssuche hat ihre Herausforderungen, die Jobsuche aber sollte ein Kinderspiel sein. Die portugiesische Hauptstadt ist in den vergangenen Jahren zu einem der beliebtesten und am schnellsten wachsenden Tech-Standorte geworden. Da überrascht es nicht, dass viele Startups Lissabon zu ihrem Hauptsitz machen. Neben Facebook-Gruppen und LinkedIn gibt es noch jede Menge andere Jobportale:

Vielleicht findest du ja auch einen Job bei uns? Hier siehst du, welche Stellen zurzeit bei Monese ausgeschrieben sind. Bewirb dich auf eine unserer offenen Ausschreibungen, um anderen dabei zu helfen, ihre finanzielle Unabhängigkeit rund um den Globus auszuleben.

Auch Digitalnomaden und jungen Unternehmern, die einen Platz zum Arbeiten aus der Ferne brauchen, hat Lissabon einiges zu bieten, nämlich jede Menge komfortable Coworking-Optionen. Hier findest du eine Übersicht verschiedener netter Cafés und Coworking-Büros. Nimm dir die Zeit, um mehrere davon auszuprobieren und um zu sehen, was dich anspricht. Ein flexibler Arbeitsplatz hat den Vorteil, dass du viele neue Leute kennenlernst und auch dein berufliches Netzwerk schneller ausbauen kannst.


Kontoeröffnung

Eine normale Bank kann sich in deiner Situation als wenig kosteneffektiv erweisen, allein schon, weil viele Banken Kontoführungsgebühren verlangen. Wohin also, wenn du ein Konto brauchst und dein Geld an einem sicheren Ort wissen willst? Richtig, zu Monese! Du kannst dein Monese-Konto schon vor dem Umzug eröffnen, vorausgesetzt, du ziehst aus einem Land im Europäischen Wirtschaftsraum um. So musst du keine großen Mengen Bargeld mit dir herumtragen. Du kannst dein Monese-Konto auch als Gehaltskonto nutzen, Geld nach Hause schicken und mit deiner Karte sowohl online als auch im Geschäft bezahlen. Wenn sich deine Freunde und Familie auch bei Monese registrieren, könnt ihr euch gegenseitig kostenlos und Echtzeit Geld überweisen!

Jetzt registrieren

Karolina aus Polen: „Die Kontoeröffnung bei einer normalen portugiesischen Bank war eine Herausforderung. Um das Konto überhaupt zu eröffnen, brauchte ich jede Menge Unterlagen wie meinen Arbeitsvertrag, meine NIF, aber auch eine erste Einzahlungssumme von 200 Euro. Monese war für mich die einfachste und beste Lösung!"


Öffentlicher Nahverkehr

Egal, ob du eine Wohnung im Zentrum oder weiter außerhalb gefunden hast, ein Auto brauchst du höchstwahrscheinlich nicht. Die Straßen von Lissabon sind nichts für schwache Nerven, weil sie extrem eng und daher sehr häufig verstopft sind. Zum Glück ist der öffentliche Nahverkehr gut ausgebaut, so kommst du einfach und bequem zur Arbeit, selbst wenn du auf der anderen Flussseite oder in einem der Vororte wohnst. Dabei hast du die Wahl aus verschiedenen Metrolinien, Bussen, Zügen, aber auch Fähren und Straßenbahnen. Unser Tipp: Überlasse die Straßenbahn am besten den Touristen. Meistens sind sie hoffnungslos überfüllt. Mit ein und derselben Monatskarte kommst du unter der Woche zur Arbeit und am Wochenende an den Strand.


Sozialleben

Jeder Neuanfang ist schwer, vor allem, wenn man seine Freunde und Familie in der Heimat zurücklassen muss. Aber keine Sorge! Es gibt mehrere Facebook-Gruppen, Online-Communitys und Meetup-Gruppen für Leute, die frisch nach Lissabon gezogen sind. Außerdem gibt es unser Empfehlungsprogramm – lade deine neuen Kontakte einfach zu Monese ein, dann bekommt ihr beide eine Prämie.


Mehr Infos…

Wenn du gerne noch mehr über das Leben in Lissabon lesen möchtest, wirst du sicherlich auf einen der zahlreichen Blogs fündig. Es gibt jede Menge Blogger, die in Lissabon leben und arbeiten. Joanna von The Blond Travels beschreibt das Leben in Portugal aus ihrer ganz eigenen Sicht (und ist außerdem zufriedene Monese-Kundin). Falls du auch Tipps für den Neustart in Lissabon parat hast, bist du natürlich herzlich willkommen, sie bei Facebook, Twitter oder Instagram mit uns zu teilen!


Melissa Content Writer
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