Sicherheit

Online-Kriminelle nutzen Corona-Krise aus

Wie du dich vor Betrugsmaschen im Internet schützt

von Melissa am 24 März 2020
Online-Kriminelle nutzen Corona-Krise aus

Der Ausbruch von Covid-19 (Coronavirus) hat die meisten von uns verunsichert und angreifbarer gemacht. Für Cyberkriminelle sind die gestiegenen Sorgen und Nöte gefundenes Fressen und inzwischen häufen sich Meldungen über die neuen Maschen, mit denen sich Betrüger derzeit Zugang zu unserem Geld, unseren Daten oder zu persönlichen Informationen verschaffen. Das können Anrufe von „Krankenhausmitarbeitern“ sein oder angebliche „Freunde“, die sich plötzlich melden, weil sie dringend Geld brauchen und das sind nur einige wenige Beispiele. Die Betrüger sind gewieft und denken sich täglich neue Maschen aus – wir geben einen Überblick über die gängisten Online-Fallen.


Öffne keine verdächtig wirkenden Links und Anhänge

Zurzeit machen zahlreiche betrügerische E-Mails und SMS die Runde, die auf den ersten Blick täuschend echt aussehen und verlockend erscheinen: Unterstützung von Behörden, Gratis-Produkte, kostenlose Schulmahlzeiten, Karten, die die Virusverbreitung anzeigen, oder sogar Heilmethoden und Medikamente gegen das Coronavirus. Vergiss nicht: Derzeit gibt es noch keinen zugelassenen Impfstoff oder wirksame Medikamente gegen Covid-19. Viele dieser Benachrichtigungen sind so gut gefälscht, dass sie den Anschein erwecken, als kämen sie aus offizieller Quelle. Aber egal, wie echt die E-Mails oder SMS erscheinen mögen, E-Mail-Adressen und Telefonnummern lassen sich sehr einfach fälschen. Deshalb bist du gut beraten, Links und Anhänge gar nicht erst zu öffnen, damit nicht auch noch virtuelle Viren zum Problem werden. Informiere dich stattdessen auf den offiziellen Websites oder Social-Media-Seiten deiner örtlichen Behörden und Gesundheitsdienste. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat sogar einen kostenlosen WhatsApp-Service eingerichtet, über den du Informationen überprüfen und dich beraten lassen kannst.


Sei extra vorsichtig bei Onlinekäufen

Betrüger machen sich die Not und Angst von Menschen zunutze. Wenn du im Internet Produkte kaufst, die in den Läden aus den Regalen verschwunden sind (Toilettenpapier, Handdesinfektionsmittel, Reinigungstücher, Seife, Lebensmittel usw.), solltest du einmal mehr darauf achten, wer diese Produkte verkauft. Fake-Shops, betrügerische Websites und Social-Media-Seiten, über die diese Produkte angeblich erhältlich sind, sprießen zurzeit wie Pilze aus dem Boden. Kaufe nur bei vertrauenswürdigen, renommierten Händlern mit sicheren Zahlungsverfahren wie PayPal, Apple Pay oder Google Pay (und möglichst nicht per Überweisung). Auch ein Blick auf die Kundenbewertungen kann sich lohnen, außerdem solltest du überteuerte Produkte grundsätzlich ignorieren.


Halte dich von zwielichtigen Spendenaktionen fern

In Zeiten wie diesen nutzen Betrüger auch den guten Willen ihrer Mitmenschen aus. Die Folge sind gefälschte E-Mails, SMS, Anrufe und sogar Crowdfunding-Aufrufe, von denen es aktuell sehr viele auf Social Media gibt, in denen du zum Spenden aufgefordert wirst. In einigen dieser Phishing-Meldungen wird sogar behauptet, dass es sich um Aktionen offizieller Behörden oder Gesundheitsdienste handelt. Überprüfe daher genau, an wen die Spende wirklich gehen soll oder wer sich dahinter verbirgt. Gib deine Kartendaten auf keinen Fall auf Webseiten ein, die du nicht verifizieren kannst. Wenn du mit einer Spende etwas Gutes tun möchtest, kannst du zum Beispiel den COVID-19 Solidarity Response Fund der WHO oder kleinere gemeinnützige Organisationen unterstützen, die du kennst und denen du vertraust.


Prüfe die Quelle

Wenn du dich im Internet über Covid-19 informierst, achte darauf, welche Websites zu besuchst. Es existieren zahlreiche Seiten, die deinen Computer mit Malware und Viren infizieren können, um Daten zu stehlen. Überprüfe alle Links und achte auf seltsame Schreibweisen, die ein Hinweis auf Fake-Seiten sein können. Auch hier gilt, sich über aktuelle Hinweise und Entwicklungen zum Coronavirus besser nur auf offiziellen Seiten zu informieren.


Falls du doch einem Betrug zum Opfer fällst, solltest du überlegt vorgehen. Wenn du glaubst, dass deine Monese-Karte und dein Konto betroffen sind, sperre deine Karte umgehend. Damit verhinderst du, dass die Betrüger deine Karte weiterhin verwenden. Als Nächstes solltest du unseren Kundensupport anrufen und den Betrug melden. Wir teilen dir mit, was wir tun können und wie die nächsten Schritte in deinem konkreten Fall aussehen. Du solltest den Vorfall auch bei offizieller Stelle anzeigen. Die meisten Länder haben ihre eigenen Behörden, bei denen du Cyberkriminalität melden kannst.

Vor allem aber gilt: Bleib wachsam und vorsichtig. Im Netz auf Seriösität zu achten ist in der Corona-Krise noch einmal wichtiger geworden.


Melissa Content Writer
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