Tipps und Tricks

Spartipps für die Zeit zuhause

Und wie du kleine Betriebe dennoch unterstützen kannst

von Melissa am 06 April 2020
Spartipps für die Zeit zuhause

Der Ausbruch von Covid-19 und die daraus ergriffenen Maßnahmen werden wohl für eine Weile den Ton dabei angeben, wie wir unser Leben führen und dazu gehört naturgemäß auch, wie wir wirtschaften. Die Auswirkungen auf die globale Wirtschaft und die vor der eigenen Haustür sind bereits jetzt spürbar.

Kleine Unternehmen, Selbstständige, Einzelhändler, Dienstleister und Gastro-Betriebe mit wenig Finanzpolster werden in diesen Wochen wohl die größten Verluste einstecken müssen. Kleine und lokale Betriebe jetzt zu unterstützen, ist daher wichtiger denn je.

Die aktuellen Umstände sind aber auch kein schlechter Anlass, seine monatlichen fixen Ausgaben durchzugehen und zu überlegen, worauf man möglicherweise durchaus verzichten könnte.


Mitgliedschaft im Fitnessstudio

Wenn du gar nicht aus dem Haus kannst, lassen sich, um fit zu bleiben, im Internet unzählige Workout-Videos finden. Sicher wissen die meisten von uns, dass auch im Wohnzimmer sportliche Aktivität möglich ist und manch eine(r) fragt sich vielleicht, ob es nötig ist, weiterhin die Gebühr für das Fitnessstudio auszugeben. Viele große Fitnessketten haben die Mitgliedschaftsbeiträge aufgrund der virusbedingten Schließung vorübergehend pausiert, aber einige kleinere Fitness- oder Yoga-Studios in deinem Viertel könnten jetzt jeden noch so kleinen Beitrag gebrauchen. Wenn du dein Studio oder deinen privaten Fitnesstrainer unterstützen willst, kündige nach Möglichkeit nicht einfach deinen Dauerauftrag oder die Lastschriftzahlung. Einge Sportstudios bieten Gutschriften oder Rabatte für künftige Trainingsstunden an. Einige kleinere Studios halten ihre Kurse gegen eine freiwillige Teilnahmegebühr virtuell ab.


Haushaltshilfen

Babysitter, Hundeausführer, Putzhilfen, Gärtner und andere Arbeiter für den häuslichen Bereich können vorerst nicht zur Arbeit gehen. Vielleicht kannst du mit den Hausangestellten eine Vereinbarung treffen, die beiden Parteien zugute kommt: beispielsweise dass du weiterhin für die nicht erbrachten Dienstleistungen zahlst, das Geld aber später in Raten zurückerhältst. Viele Menschen sind auf dieses Einkommen angewiesen, um sich und ihre Familie über die Runden zu bringen.


Textilreinigung

Wer gewohnt ist, seine Kleidungsstücke regelmäßig in die Reinigung zu bringen, wird aufgrund der Homeoffice-Situation jetzt wahrscheinlich weniger Büro-Outfits tragen und reinigen lassen. Überleg dir, ob du vielleicht deine Reinigung unterstützen möchtest, und weiterhin ab und zu Kleidung und Textilien reinigen lässt oder einen Gutschein für spätere tage erwirbst. Irgendwann müssen die Hemden und Blusen schließlich wieder top aussehen.


Premiumkanäle und andere Abos

Zeitschriftenabos, kostenpflichtige Apps, Kabelfernsehen, teure Sportsender oder gleich mehrere Streaming-Dienste auf einmal. Jetzt ist wahrscheinlich kein schlechter Zeitpunkt, sich einen Überblick zu verschaffen, in welche Abos dein Geld monatlich fließt. Vielleicht erkennst du, was du wirklich regelmäßig und gern nutzt und was du für den Moment pausieren oder gar kündigen bzw. durch günstigere Angebote ersetze kannst.

Außerdem könnten die Chancen besonders jetzt gut stehen, hier und da einen besseren Deal auszuhandeln. Ob Handyvertrag oder Internetanbieter, viele Firmen machen aktuell eher ein gutes Angebot als einen guten Kunden zu verlieren. Nutze die Zeit daheim für ein paar Anrufe bei deinen Anbietern. Mit etwas Glück und Verhandlungsgeschick lässt sich so vielleicht etwas Geld sparen.


Reisen und Urlaub

Ob du deine geplante Reise lieber stornieren oder nur verschieben möchtest, hängt in erster Linie von deiner individuellen Situation ab. Einige Portale wie Airbnb bieten vollständige Erstattungen für gebuchte Unterkünfte an. Falls deine Reisedaten flexibel sind und du deinen Urlaub auf einen späteren Zeitraum legen kannst, bietet sich statt der Stornierung unter Umständen eine der Optionen an, die momentan bei vielen Anbietern möglich sind. Zahlreiche Fluglinien zum Beispiel schlagen neue Reisedaten vor und bieten Gutscheine an, die zu einem späteren Zeitpunkt eingelöst werden können. Wende dich am besten direkt an deine Fluglinie oder das entsprechende Reiseportal, um zu erfahren, welche Möglichkeiten du hast.


Essenslieferdienste

Einige zögern seit Ausbruch des Virus', Essen bei Restaurants oder Lieferdiensten zu bestellen, weil befürchtet wird, das Essen oder die Verpackung könnte kontaminiert sein. Zahlreiche Restaurants und Firmen haben jedoch schnell reagiert und zusätzliche Maßnahmen zum Schutz ihrer Kunden und Mitarbeiter getroffen. Zum Beispiel kann man sich das Essen jetzt auch "kontaktlos" liefern lassen, indem die Bestellung wird vor der Tür abgestellt wird. Wenn du dennoch Bedenken hast, kannst du die Bestellung mit Handschuhen entgegennehmen, die Verpackung entsorgen und dir vor dem Essen gut die Hände waschen. Insgesamt jedoch gilt die Ansteckungsgefahr bei Essenslieferungen als ausgesprochen gering. Experten zufolge kannst du dir also weiterhin bedenkenlos Essen nach Hause liefern lassen. Für viele Auslieferfahrer ist dieser Job die einzige Einnahmequelle – eventuell überlegst du dir, auch weiterhin deine Lieblingsgerichte zu bestellen (und großzügig Trinkgeld zu geben). Dafür fallen vermutlich eine Menge Restaurantbesuche weg.


Kinderbetreuung, Sommerlager und Aktivitäten für Kinder

Ob Sportkurs oder Sommerlager, eventuell besteht auch hier die Möglichkeit, Aktivitäten wie diese zu verschieben, statt sie komplett zu stornieren und dein Geld zurückzuverlangen. Viele kleine Veranstalter oder gemeinnützige Träger sind auf die Teilnahmegebühren angewiesen, um ihr Programm auch in Zukunft anbieten zu können.


Dein Kaffee am Morgen

Vielleicht sitzt du gerade zu Hause und bist erstaunt darüber, wie viel Geld du sparst, weil du dir deinen Cappuccino nun selbst zubereitest, statt jeden Morgen auf dem Weg zur Arbeit in deinem Lieblingscafé anzuhalten. Zwar ist das einerseits ein hervorragender Moment zu sparen, andererseits eine großartige Geste, mit einen Gutschein kleine Betriebe zu unterstützen – sei es die kleine Bäckerei, das Café um die Ecke, deine Lieblingskneipe oder die kleine Boutique in deinem Viertel.


Wir wollen uns auf diesem Wege bei den zahlreichen Arbeiter*innen und Angestellten bedanken, die mit großem Einsatz weiterarbeitern – vom Auffüllen der Supermarktregale bis hin zur Versorgung mit Lebensmitteln von Bedürftigen und Menschen mit erhöhtem Gesundheitsrisiko – die es uns überhaupt erst ermöglichen, auf Abstand zu gehen, und nicht selten schwierigen Arbeitsbedingungen ausgesetzt sind.

Wofür möchtest du in dieser Zeit auf jeden Fall weiter zahlen? Und auf welche Abos kannst du eigentlich ganz gut verzichten? Teile deine Erfahrung auf Facebook, Twitter, Instagram oder per E-Mail an community@monese.com mit uns.


Melissa Content Writer
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