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Keine Adresse? Kein Problem.

Unser Pilotprojekt mit dem britischen Post Office verschafft auch denjenigen Zugang zu Monese, die keine Adresse haben.

von Sophie am 16 April 2019
Keine Adresse? Kein Problem.

Wir freuen uns sehr, euch dieses Mal eine ganz besondere Partnerschaft vorzustellen: das Pilotprojekt mit dem britischen Post Office. Von unserer neuen Kooperation erhoffen wir uns, zahlreichen Menschen zu helfen, die erst kürzlich nach Großbritannien gezogen sind – insbesondere Flüchtlingen. Das Projekt ist Teil unserer Bestrebungen, mit vertrauenswürdigen Organisationen im ganzen Land zu kooperieren und so Banking für jeden zugänglich zu machen.


28 Tage

Die Idee ist aus einer Erkenntnis heraus geboren, die uns während unserer Arbeit mit Flüchtlingen bewusst geworden ist: Wenn Flüchtlinge im Vereinigten Königreich Asyl erhalten, haben sie 28 Tage Zeit, um eine Wohnung und Arbeit zu finden, keine Sozialleistungen mehr zu beziehen (35,39 £ pro Woche) und ein Bankkonto zu eröffnen. Diese Zeitspanne ist äußerst knapp und nur schwer einzuhalten, damit Flüchtlinge, deren Status erst kürzlich anerkannt wurde, auf eigenen Beinen stehen. Laut einer Studie des RefugeeCouncil lebt ungefähr die Hälfte der Betroffenen während dieser Zeit in vorübergehenden Unterkünften oder wird obdachlos.

In dieser kritischen Zeit möchten wir Monese als Banking-Alternative anbieten. Denn ein Konto ist maßgeblich, um das Gehalt zu empfangen und die Miete zu bezahlen.


Das Problem mit der Adresse

Obwohl wir nicht nach einem Adressnachweis verlangen, ist eine private Wohnanschrift notwendig, um das Konto darauf anzumelden und die Debitkarte des Kunden dorthin zu schicken.

Natürlich finden nicht alle Flüchtlinge nach der Genehmigung ihres Asylantrags gleich eine Wohnung, und auch nicht jeder neu Zugezogene hat in seinen ersten Wochen eine Adresse. Genau aus diesem Grund bedarf es einer Alternative, eine, die diesen Personengruppen Zugang zu einer elementaren Finanzdienstleistung gewährt.


Hier kommt das Post Office ins Spiel

Wir haben uns mit dem britischen Post Office zusammengetan, damit Kunden sich auch ohne private Wohnanschrift – unabhängig davon, ob sie Flüchtlinge sind oder nicht – bei ihrer örtlichen Post-Office-Filiale anmelden können. Daher starten wir eine achtwöchige Testphase mit ausgewählten Filialen in der Nähe unserer gemeinnützigen Partner, die sich um die Belange von Flüchtlingen und Migranten kümmern.

Im Rahmen dieses Testlaufs kooperieren wir auch mit dem East European Resource Centre in London, dem Refugee Education Training Advice Service in Leeds, dem Derby Refugee Advice Centre, RefuAid, Gloucestershire Action for Refugees and Asylum Seekers, und Jobs Education and Training North mit Sitz in Newcastle. Wir hoffen, dass unsere im ganzen Land verteilten Partner uns dabei zugute kommen, das Projekt unter verschiedenen Bedingungen auszutesten. So können wir sichergehen, dass unser Lösungsansatz nicht nur auf örtlicher, sondern auch auf nationaler Ebene erfolgreich ist.

Finanzielle Inklusion gehört für uns als Unternehmen seit Anfang an zu unserem höchsten Anspruch und wir tun unser Bestes, um das in unserem Service abzubilden. Wir können es kaum erwarten, zu sehen, wie unser neues Projekt laufen wird und setzen große Hoffnungen daran, eine zuverlässige Lösung für unsere Kunden gefunden zu haben.


Sophie Product Marketing Manager
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