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Osterbräuche aus aller Welt

Wie das Monese-Team dieses Jahr (und traditionell) Ostern feiert

von Melissa am 10 April 2020
Osterbräuche aus aller Welt

Zwar haben die derzeitigen Ausgangsbeschränkungen beinahe jeden Osterplan über den Haufen geworfen und es scheint, die Welt steht still – das heißt aber nicht, dass wir die Feste feiern können, wie sie fallen. So international unser Team ist, so vielfältig sind die Osterbräuche unser Mitarbeiter. Ein kleiner Exkurs zu den Traditionen an Ostern und wie Moneser das Fest dieses Jahr feiern.

In Polen

In Polen gibt es eine ganze Reihe traditioneller Osterbräuche, von kunstvoll bemalten Ostereiern, Osterkörben, in denen Speisen zur Segnung in die Kirche gebracht werden, hin zu den sogenannten Osterpalmen aus Weidenzweigen, die Glück bringen sollen. Ein unterhaltsamer Osterbrauch, der in Polen verbreitet ist, nennt sich Śmigus-dyngus. Dabei werden andere – Familienmitglieder, aber auch Fremde – am Ostermontag mit Wasser bespritzt, und manchmal auch übergossen.

Jagoda, London: „Ich habe mir immer den Wecker ganz früh gestellt, damit ich kein Eiswasser abbekomme! Wenn ich dieses Jahr bei meinen Eltern wäre, würden wir wohl Eier bemalen, einige traditionelle Kuchen backen und am Ostersonntag gemeinsam frühstücken.”

In Portugal

Als Osterbrauch backen die Portugiesen einen Osterkuchen, Folar da Pascoa. Im Inneren des herzhaften Kuchens befindet sich ein gekochtes Ei, welches die Auferstehung Jesu Christi symbolisiert. Am Karfreitag und Karsamstag gibt es traditionell Kabeljau, am Ostersonntag wird Lammbraten gegessen. Brauch ist auch, dass Paten von ihren Patenkindern Olivenzweige, Blumen, Ostermandeln und Schokolade geschenkt bekommen.

Tomás, Lissabon: „Seitdem meine Neffen auf der Welt sind, kommen wir jedes Jahr im Haus meiner Oma zusammen. Wir verstecken Ostereier hinter den Büschen und Bäumen in ihrem Garten, und meine Neffen und die anderen Kinder aus der Familie begeben sich dann auf Ostereiersuche. Wegen Covid-19 werden wir dieses Jahr nicht bei meiner Oma sein können, stattdessen veranstalten wir die Ostereiersuche bei meiner Schwester im Hinterhof. Dort ist zwar nicht so viel Platz, aber es ist trotzdem schön, in dieser schwierigen Zeit etwas Lustiges mit den Kindern zu machen.“

In Litauen

Wer braucht schon den Osterhasen? In Litauen gibt es die Osteroma. Sie ist es, die die Süßigkeiten und Ostereier für die Kinder versteckt. Ostern in Litauen geht auch mit Aberglauben einher, so wird vor dem Haus ein dekoriertes Osterei vergraben; ein Brauch, der die Familie vor Bösem beschützen soll.

Karol, London: „Wir sind in Litauen sehr stolz auf unsere Osterpalmen, vor allem die in der Hauptstadt Vilnius. Meine Oma hat dafür früher immer Blumen gepflückt, die sie dann getrocknet, gefärbt, zu Osterpalmen gebunden und auf dem Markt verkauft hat.“

In Rumänien

Die meisten Rumänen sind orthodox, dementsprechend sind es auch die zahlreichen Osterbräuche. Eine beliebte Ostertradition ist das Aneinanderschlagen von zwei Eiern. Eine Person sagt dabei ,Christus ist auferstanden.' und die zweite antwortet ,Er ist wahrhaftig auferstanden.'. Das orthodoxe Osterfest fällt entsprechend dem Julianischen Kalender für gewöhnlich auf einen anderen Sonntag. Dieses Jahr ist es eine Woche später, am 19. April.

Monica, Lissabon: „Für viele Rumänen (vor allem gläubige Menschen) ist es extrem wichtig, am Abend vor Ostern in der Kirche eine Kerze anzuzünden und das ,Licht der Auferstehung' mit nach Hause zu nehmen. Auf dem Nachhauseweg teilen wir das heilige Licht mit anderen, die uns begegnen. Weil wir dieses Jahr Distanz halten müssen, geht das nicht, aber andere Bräuche wie das Aneinanderschlagen und Bemalen der Eier finden statt!”

In Italien

Italien wird Ostern normalerweise mit großen Prozessionen und Versammlungen in jedem Ort gefeiert. Diese wurden dieses Jahr abgesagt, weil die Ausgangsbeschränkungen noch den April über bestehen bleiben. Das heißt aber nicht, dass Italiener keine anderen Wege finden, die Feiertage gebührend zu begehen. Zu den traditionellen Speisen an Ostern gehören Pizza sbattuta (ein Biskuitkuchen), Salzgebäck, hart gekochte Eier, Schinken und Corallina, eine traditionelle Salami.

Jessica, London: „In Italien dreht sich alles ums Essen. Am Ostersonntag gibt es traditionell Lamm. Und wir haben einen speziellen Osterkuchen, Colomba, der wie ein Panettone, aber in Form einer Taube ist (eine weiße Taube mit einem Olivenzweig im Mund gilt als Symbol für Ostern). Es ist etwas komisch, dass wir dieses Jahr nicht zusammen feiern können. Trotzdem versuchen wir, bei Laune zu bleiben, und alle hängen ganz traditionell einen Olivenzweig vor die Haustür. Für unser Osteressen kommen wir dieses Jahr im Videochat zusammen. Außerdem organisieren wir Kochkurse per WhatsApp, um gemeinsam traditionelle Gerichte zu kochen.“

In diesem Sinne - ein frohes Osterfest!

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Melissa Content Writer
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